Bürgerwelle JHV 2013

Die Jahreshauptversammlung 2013 genehmigt die Haushalte 2011 & 2012 und entlastet den Vorstand. Auch wenn die Beschlussfähigkeit der JHV fraglich ist sagt es viel über die anwesenden Mitglieder und den Zustand des Vereins aus, wenn die katastrophale Geschäftsführung von Siegfried Zwerenz, der den Verein nicht nur in die roten Zahlen, sondern in wichtigen Bereichen in die Wirkungslosigkeit geführt hat, deutliche Zustimmung findet.

Ich habe selbst durch jahrelange Selbstbeobachtung heraus gefunden, dass ich elektrosensibel bin und unter Einwirkung von Elektrosmog deutlich schlechter schlafe und sich körperliche Symptome (vor allem Nervosität) zeigen. In einer Stadtwohnung zu leben kommt für mich schon alleine aus diesem Grund nicht mehr in Frage. Schon vor vielen Jahren bin ich auf das Thema aufmerksam geworden und der Bürgerwelle beigetreten. Von den Machenschaften des Vorstands erfuhr ich erst, nachdem kritische Mitglieder, die eine Kurskorrektur forderten und denen die Kommunikation mit anderen Mitglidern von Herrn Zwerenz verwerhrt wurde, per Gericht die Mitgliederlisten erstritten hatten und eine eigene Darstellung an die Mitglieder sandten.

Die Liste der Vorwürfe gegen Herrn Zwerenz ist lang, ich nenne nur die gravierendsten:
– vielfältige Verstöße gegen das Vereinsrecht, welche die Rechtmässigkeit der Entscheidungen des Vorstands als auch die der Jahreshauptversammlungen der letzten Jahre angreift
– Wirkungslosigkeit in wichtigen Arbeitsfeldern, zB wurde wohl seit Jahren keine einzige Pressemitteilung mehr verschickt
– Verhinderung der Vernetzung von Mitgliedern und Bürgerinitiativen
– Vorteilsnahme durch Verknüpfung von geschäftlichen Interessen mit der Vorstandsarbeit
– zahlreiche unwahre Aussagen und die Initierung von Ausschlussverfahren gegen Mitglieder, die mit der Vorstandsarbeit nicht zufrieden sind

Unstrittig ist, dass ungefähr die Hälfte der Einnahmen der Bürgerwelle und damit ein größerer Betrag als die gesamten jährlichen Mitgliedsbeiträge für Lohn, Nebenkosten und Miete eines 92m² großen Büros im Privathaus Zwerenz an seine Frau bezahlt werden. Bisher verweigert Herr Zwerenz die Herausgabe des Arbeitsvertrags genauso wie den Vorstandsbeschluss zur Anstellung seiner Frau.

Ebenfalls unstrittig ist, dass die Bürgerwelle im Moment nur durch private Darlehen, zum großen Teil ebenfalls von Frau Zwerenz noch Geld auf dem Konto hat. Ein auf der JHV 2013 anwesender Fachanwalt für Vereinsrecht hat auf der Versammlung mehrfach darauf hingewiesen, dass die Bürgerwelle im derzeitigen Zustand nach seiner Einschätzung insolvent ist.

Auf der JHV 2013 ereignete sich unter Anderem folgendes:
– Die Finanzen des Vereins wurden zum Teil sehr unübersichtlich und fehlerbehaftet dargestellt. Eine Vermögensaufstellung und eine Übersicht über die Liquidität des Vereins fehlte komplett.
– Ein Herr berichtete, wie Herr Zwerenz ihm gegen seine Unterstützung bei einer früheren JHV eine zeitweise Freistellung vom Mitgliedsbeitrag angeboten hat. In der Kernaussage blieb dieser Bericht unangefochten.
– Die Versammlung war geprägt von vielerlei Vorwürfen sowohl der Unterstützer als auch der Kritiker des Vorstands. Es entstand der Eindruck, dass es nichts außer den zwei Fronten innerhalb der Bürgerwelle gibt. Dieser Eindruck wurde verschärft, indem Herr Zwerenz vor Abstimmungen wiederholt darauf hingewiesen hat, dass man eben je nach Zugehörigkeit zur einen oder anderen Front abstimmen soll.

Es ist traurig und verhängnisvoll, dass bei der Bürgerwelle alles beim alten bleibt. Ich habe selbst schon öfters Geschäftsführungen übernommen und frage mich wie niedrig die Erwartungen an einen Vorstand und an die Arbeit der Bürgerwelle bei der Mehrzahl der anwesenden Mitglieder sein müssen, um so ein Abstimmungsergebnis zu ermöglichen. Man mag in Betracht ziehen, dass die ständigen, zum Teil polemischen gegenseitigen Beschuldigungen und die vielen gegensätzlichen Aussagen in der Versammlung Verwirrung gestiftet haben. Ebenso hatten die Kritiker keinen Kandidaten und zwar klare Vorstellungen von der zukünftigen Arbeitsweise, diese sind allerdings in der Versammlung nicht oder nur unzureichend erläutert worden.

Selbst wenn die Beschlüsse nichtig wären, wie von dem oben genannten Fachanwalt für Vereinsrecht aufgrund mehrerer Verfahrensfehler behauptet, ist für mich die Bürgerwelle zunächst nicht mehr der Ansprechpartner wenn es um wirkungsvollen Widerstand gegen die boomende Verstrahlung des Lebensraums geht. Ich hoffe, dass diejenigen, die sich dankenswerterweise für die Aufklärung der Vorgänge und eine andere Bürgerwelle eingesetzt haben, schnell den Frust nach dieser bizarren Veranstaltung beiseite schieben und zumindest eine alternative Plattform zur Vernetzung gründen.

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