Vorhaben

Ich will wieder so lieben wie ein Mann nur eine Frau lieben kann. Ich will wieder die Spannung zwischen Mann und Frau, das Knistern, die Leidenschaft, jemand ganz anderen lieben, will mich wieder bemühen, einer gemeinsamen Beziehung zuliebe über meine Schatten springen. Ich will streiten wie noch nie, lieben wie noch nie und gemeinsam wachsen wie noch nie. Und mir dabei immer bewusst sein, dass es einen Gott gibt, der viel größer ist als sie und ich und der nur das Beste für uns will.

Ich habe in den letzen Wochen ein seltsames Interesse für alle möglichen Formen von Lebensgemeinschaften entwickelt. Meine Wohnung ist zur WG geworden und ich hab eine Nummer von einer Bauernhof-10er-WG, in der ich zeitweise unterkommen könnte.

Dann war ich gerade wieder in Freiburg in meiner Theatertherapie-Ausbildung und habe gemerkt, wie sehr mein Tag dort mich zufrieden macht. Meine Unterkunft ist die Praxis einer Therapeutin, die ich mir mit zwei sehr netten Mit-Auszubildenden geteilt habe. Aufstehen, gemütliches Frühstück, zu Fuß zur Fachhochschule, den ganzen Tag gemeinsam arbeiten. Produktiv und ehrlich, konstruktiv und engagiert. Und jeden Tag echte Herausforderungen. Dann noch was trinken gehen und ab ins Bett. Kein Alkohol, kein Konsum, kein Laptop, keine emails, kein Internet, keine Versicherungen, Solaranlagen, Geldangelegenheiten, Papierkram, Videos. Einfach mal ein paar Tage nichts unwichtiges. Stattdessen Menschen, Freunde, Schicksale, Emotionen, Lerneinheiten zu Themen wie „innere Haltung“, heilen lernen.

Ich sehne mich nach einem Leben in Einfachheit, meinetwegen Armut. Frei von meinen Süchten. Mit Gleichgesinnten. Eine Art Kommune mit Menschen, die sich in Ihren Taten konsequent danach richten, was Jesus gelehrt und vor allem getan hat, unabhängig von Religion und Herkunft. Überzeugen durch Taten.

Ich will einen Dokumentarfilm drehen. Titel „Phantom Volksvertretung“. Schauen ob es stimmt, dass die wichtigsten Entscheidungen in Deutschland nicht mehr im Sinne des Volkes getroffen werden und dass daraus viel vermeidbares Leid resultiert. Auf unsere Verantwortung für alltägliche gewaltsame Handlungen hinweisen, die in unserer Welt meist indirekt in unserem Auftrag ausgeführt werden. Die Menschen ermahnen, sich konsequent liebevoll zu verhalten. Gegenüber Mitmenschen und der Schöpfung und nicht nur direkt, sondern auch indirekt über Kaufentscheidungen. Zu Konsumverzicht auffordern und zeigen, wie leicht wir eine gleichberechtigte und friedliche Völkergemeinschaft aus unserer Welt machen können, wenn wir das nur wollen und dementsprechend handeln.

Gewaltlosigkeit in ihrer ganzen Konsequenz in die Politik bringen und wählbar machen. Materiellen Reichtum und die damit verbundene gesellschaftliche Anerkennung vom Thron stoßen und den Platz freimachen für Demut, Hilfsbereitschaft, Bescheidenheit und Gewaltlosigkeit. Ich will einen Ort schaffen, an dem ich gemeinsam mit Gleichgesinnten diesen Wunsch lebendig werden lassen kann. Davon träume ich und darum bitte ich. Für mich und für uns alle.

Ich will singen und musizieren. An meiner Gitarre und am liebsten zusammen mit einer Frau am Klavier oder an der Violine. Zweistimmig natürlich. So wie Damien Rice oder Glen Hansard in „Once“. Einfache, ausdruckstarke Musik.

Und zunächst suche ich einen Ort, an dem ich meine Daten und Gedanken sortieren kann und wo Menschen sind, die mir helfen, mich von meinen Süchten zu verabschieden.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, dann zögern Sie bitte nicht, sich bei mir zu melden.

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